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Henning Mankell
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Henning Georg Mankell [] (* 3. Februar 1948 in Stockholm; â 5. Oktober 2015 in GĂśteborg) war ein schwedischer Schriftsteller und Theaterregisseur. Bekanntheit erlangte er im deutschsprachigen Raum vor allem durch seine Kriminalromane mit Kommissar Kurt Wallander.
Contents
⢠Leben
⢠Afrika
⢠Zitate
⢠Werke
⢠Weitere Romane
⢠Dramen
⢠Kinderbßcher
⢠Auszeichnungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Rezensionen
⢠Interviews
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Henning Mankell war der Sohn von Ivar Henningsson Mankell und Ingrid Birgitta Mankell (geb. BergstrĂśm). Sein GroĂvater war der Komponist Henning Mankell. Mankell hatte deutsche Vorfahren. Er war ein Ururenkel von Johan Herman Mankel, der in Niederasphe, einem Ortsteil von MĂźnchhausen im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf, geboren wurde und später nach Schweden auswanderte.
Als Mankell ein Jahr alt war, lieĂen sich seine Eltern scheiden. Danach lebte er mit seinem Vater und einer älteren Schwester in Sveg in Härjedalen, wo sein Vater als Richter arbeitete, und später in BorĂĽs in VästergĂśtland. Seine Mutter nahm sich das Leben, als Mankell in den Zwanzigern war.
Schon als Junge wollte er Schriftsteller werden, interessierte sich aber auch fĂźr das Theater, weshalb er in Skara ein Schauspielstudium aufnahm. 1966 wurde er als Achtzehnjähriger Regieassistent am Riksteater in Stockholm. Mit dem Ziel, die âGesellschaft zu demaskierenâ, schrieb und inszenierte er bereits im Alter von zwanzig Jahren StĂźcke in Collageform. Ab 1968 betätigte er sich als Theaterregisseur und Autor. Nachdem er eine norwegische Frau kennengelernt hatte, zog er nach Norwegen, wo er in den 1970er Jahren Ăźberwiegend arbeitete und wohnte. Dort begann er auch, Prosatexte zu verfassen. 1971 unternahm er seine erste Reise nach Afrika, die fĂźr sein späteres Leben ausschlaggebend wurde. 1973 verĂśffentlichte er mit Bergsprängaren seinen ersten Roman. 1974 erschien mit SandmĂĽlaren (dt. Der Sandmaler, 2017) sein erstes Buch mit afrikanischer Thematik. Bereits diese frĂźhen BĂźcher sind gesellschaftskritisch grundiert.
Die folgenden zehn Jahre arbeitete Mankell als Theaterregisseur und Intendant u. a. am Theater von Västerbotten in SkellefteĂĽ und am Theater in Kronborg in VäxjĂś. Er begann, zwischen Schweden und Afrika zu pendeln; 1980 wurde in Schweden ein Sohn geboren.cite-ref-1[1] In Maputo, Mosambik, das er als zweite Heimat ansah, baute er ab Mitte der 1980er Jahre eine Theatergruppe auf. 1996 Ăźbernahm er die Leitung des Theaters Teatro Avenida in Maputo. Stoff aus seiner Wahlheimat verarbeitete er in weiteren Romanen, so u. a. in Der Chronist der Winde (dt. 2000), einer Geschichte Ăźber StraĂenkinder, und Die rote Antilope (dt. 2001), einer Geschichte Ăźber einen Buschmannjungen. Mankell schrieb zahlreiche Kinder- und JugendbĂźcher, darunter Das Geheimnis des Feuers (dt. 1996) und Der Junge, der im Schnee schlief (dt. 1998). 2003 inszenierte er mit KĂźnstlern des Grazer Schauspielhauses und des Teatro Avenida sein mehrsprachiges StĂźck Butterfly Blues in Graz.
Bis zuletzt nahmen politische und gesellschaftliche Themen in seinen BĂźchern viel Raum ein. Viele dieser persĂśnlichen Motive und Erfahrungen wurden etwa in seinem 2008 erschienenen Kriminalroman Der Chinese verarbeitet. In seinem Roman MĂśrder ohne Gesicht schuf er die Figur des Kriminalkommissars Kurt Wallander. In der Folge schrieb er eine äuĂerst erfolgreiche Serie von Kriminalromanen Ăźber den etwas griesgrämigen, aber engagierten Polizisten. Diese Romane stehen in der Tradition der Kriminalromane Ăźber den Kriminalkommissar Martin Beck, den Maj SjĂśwall und Per WahlÜÜ schufen.
Zuletzt war Mankell in dritter Ehe mit der Theaterregisseurin Eva Bergman, der zweiten Tochter von Ingmar Bergman, verheiratet. Das von seinem Vater geerbte Hofgut in Sveg hat Mankell 2009 dem schwedischen Dramatikerverband vermacht.cite-ref-2[2]
Am 28. Januar 2014 gab Mankell in einer Tageszeitung seiner schwedischen Heimat bekannt, dass er an Krebs erkrankt sei. Anfang des Jahres 2014 waren bei ihm Tumore in Hals und Lunge entdeckt worden, die sich mĂśglicherweise bereits ausgebreitet hatten. Er machte seine Krankheit Ăśffentlich und berichtete Ăźber seinen Kampf gegen sie in einer Kolumne.
Politische Positionen
Mankell war in der schwedischen 68er-Bewegung aktiv und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidregime in Sßdafrika.cite-ref-dsm1-5-0[5] Er war auch in der kulturpolitischen Vereinigung Folket i Bild/Kulturfront engagiert.cite-ref-dsm1-5-1[5] Während seiner Zeit in Norwegen kam Mankell in Kontakt mit der maoistischen arbeidernes kommunistparti.cite-ref-dsm1-5-2[5]
Israel / Palästina
2009 war er Gast einer palästinensischen literarischen Konferenz und bereiste die Palästinensischen Autonomiegebiete. Er behauptete anschlieĂend, dass die nach Beschluss der Vollversammlung der Vereinten Nationen erfolgte GrĂźndung Israels 1948 keine âvĂślkerrechtlich legitime Handlungâ gewesen sei und man dort âeine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst Afrikaner und Farbige als BĂźrger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelteâ, erlebe. Der âUntergangâ Israels sei, so Mankell, âdas einzig denkbare Resultat, da er notwendig istâ.cite-ref-nzz-6-0[6]
Die israelischen Sperranlagen verglich Mankell mit der Berliner Mauer. Angesichts der Lebensumstände der Palästinenser sei es nicht verwunderlich, âdass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln [âŚ]. Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun.â âDie Israelisâ wĂźrden âLeben vernichtenâ und der Staat Israel in seiner jetzigen Form habe keine Zukunft, eine Zwei-Staaten-LĂśsung wĂźrde die âhistorische Besatzungâ nicht rĂźckgängig machen. Antisemitismus habe Mankell während der Reise nicht erlebt, lediglich ânormalen Hass auf die Besatzer.âcite-ref-7[7]
Mankell wurde fĂźr diese Aussagen in Deutschland unter anderem von Henryk M. Broder kritisiert, der dessen antiisraelische ĂuĂerungen mit denen Jostein Gaarders aus dem Jahr 2006 verglich und ihm vorwarf, verschobene MaĂstäbe anzulegen. Nicht einmal Regimes wie die im Sudan, im Kongo oder im Iran wĂźrden Mankell so in Rage bringen wie dasjenige in Israel, dem er das Existenzrecht abspreche.cite-ref-8[8] Andreas Breitenstein warf Mankell in der Neuen ZĂźrcher Zeitung vor, er betreibe âauf der Basis historischen Halbwissens einen selbstgefälligen linken Moralismusâ.cite-ref-nzz-6-1[6]
Den Gazastreifen bezeichnete Mankell als âFreiluftgefängnisâ.cite-ref-9[9] Im Mai 2010 nahm er an der unter anderem von Islamisten organisiertencite-ref-welt-7904363-10-0[10] Ship to Gaza 2010-Aktion des Free Gaza Movement teil, bei der neun Aktivisten getĂśtet wurden.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] Mankell blieb unverletzt, wurde aber von israelischen BehĂśrden kurzzeitig festgenommen.cite-ref-srekot-13-0[13] AnschlieĂend rief er zu globalen Sanktionen gegen Israel auf.cite-ref-14[14]
Afrika
Schon als Kind hatte Mankell davon geträumt, den afrikanischen Kontinent zu bereisen. 1972, mit 24 Jahren, erfĂźllte er sich diesen Wunsch, als er zum ersten Mal nach Sambia reiste und dort zwei Jahre lang blieb. Er sagte, es habe sich angefĂźhlt âwie nach Hause zu kommenâ. Zuletzt lebte er abwechselnd in Schweden (in den Sommermonaten), die meiste Zeit des Jahres aber in Mosambik, das er als seine bevorzugte Heimat verstand; er engagierte sich dort wie in Europa fĂźr Afrika. 1985 erhielt er eine Einladung zum Aufbau einer professionellen Theatergruppe in Maputo. 1986 wurde er ehrenamtlicher Intendant des 70-kĂśpfigen âTeatro Avenidaâ, des einzigen professionellen und inzwischen sehr erfolgreichen Theaters in Mosambik, und er war es bis zu seinem Tod â manchmal fĂźhrte er auch Regie.
Mankell drehte mit Regisseur Jens Monath den Film Mein Herz schlägt in Afrika als Zweiteiler fĂźr das ZDF. Der Film, der im FrĂźhjahr 2009 ausgestrahlt wurdecite-ref-15[15], greift Motive aus seinem Buch Der Chronist der Winde (Originaltitel: ComĂŠdia infantil) auf, wie das Schicksal von StraĂenkindern, oft ausgestoĂenen Albinos und jungen Erwachsenen, die von ihrer Vergangenheit als Kindersoldaten traumatisiert sind.cite-ref-16[16]
2009 erhielt Mankell den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt OsnabrĂźck âfĂźr sein Afrika-Werkâ. Der damalige Bundespräsident Horst KĂśhlercite-ref-17[17] hielt die Laudatio unter der Ăberschrift âAfrika ist voller Schmetterlingeâ.cite-ref-18[18] Mit einem Teil des Preisgeldes unterstĂźtzte Mankell das Projekt des 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief, in Afrika ein Festspielhaus zu bauen.cite-ref-19[19]
Zitate
âEr ist der sozialdemokratischste Schriftsteller, der je gelebt hat.â
â
Georg SeeĂlen
:
Einsamkeit und Klassenkampf
Werke
Die Wallander-Romane
â
Hauptartikel
:
Kurt Wallander
Kurt Wallander (Aussprache [ËkÉľĘt vaËlanËdÉĘ]) ist die fiktive Hauptfigur der meisten Kriminalromane von Henning Mankell, seine berĂźhmteste literarische SchĂśpfung. Zahlreiche Romane der Wallander-Reihe wurden verfilmt, darunter einige mehrfach.
| Erscheinungsjahr | Erscheinungsjahr | Originaltitel | deutscher Titel | Wallander-Band | ISBN der deutschen Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Schweden | Deutschland | Originaltitel | deutscher Titel | Wallander-Band | ISBN der deutschen Ausgabe |
| 1991 | 1993 | MĂśrdare utan ansikte | MĂśrder ohne Gesicht | Band 1 | ISBN 3-423-20232-7 |
| 1992 | 1993 | Hundarna i Riga | Hunde von Riga | Band 2 | ISBN 3-423-20294-7 |
| 1993 | 1995 | Den vita lejoninnan | Die weiĂe LĂświn | Band 3 | ISBN 3-423-20150-9 |
| 1994 | 2001 | Mannen som log | Der Mann, der lächelte | Band 4 | ISBN 3-423-20590-3 |
| 1995 | 1999 | Villospür | Die falsche Fährte | Band 5 | ISBN 3-423-20420-6 |
| 1996 | 1998 | Den femte kvinnan | Die fĂźnfte Frau | Band 6 | ISBN 3-423-20366-8 |
| 1997 | 2000 | Steget efter | Mittsommermord | Band 7 | ISBN 3-423-20520-2 |
| 1998 | 2001 | Brandvägg | Die Brandmauer | Band 8 | ISBN 3-423-20661-6 |
| 1999 | 2002 | Pyramiden | Wallanders erster Fall und andere Erzählungen | Band 9 | ISBN 3-423-20700-0 |
| | 2004 | | Die Pyramide *) | aus Band 9 | ISBN 3-423-25216-2 |
| | 2004 | | Der Tod des Fotografen *) | aus Band 9 | ISBN 3-423-25254-5 |
| 2002 | 2003 | Innan frosten | Vor dem Frost | Band 1 Linda Wallander | ISBN 3-423-20831-7 |
| 2013 | 2013 | Handen | Mord im Herbst **) | Band 10 | ISBN 978-3-552-05642-8 |
| 2009 | 2010 | Den orolige mannen | Der Feind im Schatten | Band 11 | ISBN 978-3-552-05496-7 |
*) Einzelausgabe aus Wallanders erster Fall und andere Erzählungen
**) erstmals verĂśffentlicht 2004 in den Niederlanden
Weitere Romane
Chronologische Ăbersicht
| Erscheinungsjahr | Erscheinungsjahr | Originaltitel | deutscher Titel | ISBN der deutschen Ausgabe |
|---|---|---|---|---|
| Schweden | Deutschland | Originaltitel | deutscher Titel | ISBN der deutschen Ausgabe |
| 1973 | 1998/2018 | Bergsprängaren | Der Sprengmeister | ISBN 978-3-552-05901-6 |
| 1974 | 2017 | SandmĂĽlaren | Der Sandmaler | ISBN 978-3-552-05854-5 |
| 1977 | 2021 | Vettvillingen | Der VerrĂźckte | ISBN 978-3-552-07249-7 |
| 1979 | | FĂĽngvĂĽrdskolonin som fĂśrsvann | Das Gefangenenlager, das verschwand | |
| 1980 | | DĂśdsbrickan | | |
| 1981 | | En seglares dĂśd | | |
| 1982 | 2009 | Daisy Sisters | Daisy Sisters | ISBN 978-3-552-05399-1 |
| 1983 | | Apelsinträdet | | |
| 1983 | | Ălskade syster | | |
| 1984 | 1997 | Sagan om Isidor | | |
| 1990 | 2004 | Leopardens Ăśga | Das Auge des Leoparden | ISBN 3-423-13424-0 |
| 1992 | 2000 | Katten som älskade regn | Ein Kater schwarz wie die Nacht | ISBN 3-7891-4224-7 |
| 1995 | 2000 | ComĂŠdia infantil | Der Chronist der Winde | ISBN 3-423-12964-6 |
| 1995 | 1997 | Eldens hemlighet | Das Geheimnis des Feuers | ISBN 3-7891-4211-5 |
| 1998 | 2007 | Berättelse pü tidens strand | Die flßsternden Seelen | ISBN 3-552-05335-2 |
| 1999 | | I sand och i lera | | |
| 2000 | | Labyrinten | | |
| 2000 | 2002 | Danslärarens üterkomst | Die Rßckkehr des Tanzlehrers | ISBN 3-423-20750-7 |
| 2000 | 2001 | Vindens son | Die rote Antilope | ISBN 3-423-13075-X |
| 2001 | 2001 | Eldens güta | Das Rätsel des Feuers | ISBN 3-7891-4231-X |
| 2001 | 2003 | Tea-Bag | Tea-Bag | ISBN 3-423-13326-0 |
| 2003 | 2004 | Jag dĂśr, men minnet lever | Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt | ISBN 3-423-13479-8 |
| 2004 | 2005 | Djup | Tiefe | ISBN 3-423-20978-X |
| â [ 21 ] | 2005 | â [ 21 ] | Butterfly Blues | ISBN 3-423-13290-6 |
| 2005 | 2006 | Kennedys hjärna | Kennedys Hirn | ISBN 3-552-05347-6 |
| 2006 | 2007 | Italienska skor | Die italienischen Schuhe | ISBN 3-552-05415-4 |
| 2007 | 2008 | Eldens Vrede | Der Zorn des Feuers | ISBN 978-3-7891-4278-9 |
| 2008 | 2008 | Kinesen | Der Chinese | ISBN 978-3-552-05436-3 |
| 2011 | 2012 | Minnet av en smutsig ängel | Erinnerung an einen schmutzigen Engel | ISBN 978-3-552-05579-7 |
| 2014 | 2015 | Kvicksand | Treibsand: Was es heiĂt, ein Mensch zu sein | ISBN 978-3-552-05736-4 |
| 2015 | 2016 | Svenska gummistĂśvlar | Die schwedischen Gummistiefel | ISBN 978-3-552-05795-1 |
Weitere Verfilmungen
⢠Die Rache des Tanzlehrers, mit Jonas Karlsson, 2004
⢠Die Rßckkehr des Tanzlehrers, federfßhrende Produktion Lisa Film, Wien, Regie Urs Egger, mit Tobias Moretti, Veronica Ferres, Maximilian Schell, 2004
⢠Kennedys Hirn, federfßhrende Produktion Bavaria Pictures GmbH, Mßnchen, Regie Urs Egger, mit Iris Berben, Heino Ferch, 2009
⢠Der Chinese, federfßhrende Produktion Yellow Bird Pictures GmbH, Regie Peter Keglevic, Drehbuch Fred Breinersdorfer und LÊonie-Claire Breinersdorfer, mit Suzanne von Borsody, Mikael Nyqvist, Claudia Michelsen, Karlheinz Hackl, August SchmÜlzer, 2011
⢠Das Rätsel des Feuers
⢠Der Zorn des Feuers
Tatort-Episoden
In der Krimireihe Tatort stammen die DrehbĂźcher folgender Episoden von Henning Mankell:
⢠Borowski und der vierte Mann (2009) in Kiel, NDR.
⢠Borowski und der coole Hund (2010) in Kiel, NDR.
Der NDR hatte zwei weitere Kieler Tatort-Folgen nach Vorlagen von Henning Mankell geplant, die 2014 hätten gesendet werden sollen. Erste Skizzen fßr die Krimis mit Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) hatte Mankell Anfang 2013 bereits entwickelt.cite-ref-22[22]
Die Drehbuch-Vorlage fĂźr folgende Episode stammt von Henning Mankell:
⢠Borowski und das Fest des Nordens (2015/2017) in Kiel, NDR.cite-ref-ndr-festdesnordens-23-0[23]
Dramen
⢠Zeit im Dunkeln
⢠Antilopen
⢠Miles oder die Pendeluhr aus Montreux
⢠Der gewissenlose MÜrder Hasse Karlsson enthßllt die entsetzliche Wahrheit, wie die Frau ßber der Eisenbahnbrßcke zu Tode gekommen ist
⢠Der Chronist der Winde
⢠Ein Herbstabend vor der Stille
KinderbĂźcher
Sofia-Serie
⢠Das Geheimnis des Feuers â 1997 (Eldens hemlighet, 1995)
⢠Das Rätsel des Feuers â 2005 (Eldens gĂĽta, 2001)
⢠Der Zorn des Feuers â 2008 (Eldens vrede, 2005)
Joel-Gustafsson-Serie
⢠Ein Kater schwarz wie die Nacht, 2000 (schwedisch: Katten som älskade regn. 1992)
⢠Der Hund, der unterwegs zu einem Stern war, 1992 (Joel Band 1; schwedisch: Hunden som sprang mot en stjärna, 1990)
⢠Die Schatten wachsen in der Dämmerung, 1994 (Joel Band 2)
⢠Der Junge, der im Schnee schlief, 1998 (Joel Band 3)
⢠Die Reise ans Ende der Welt, 1998 (Joel Band 4)
Audioproduktionen (Auszug)
⢠1999: Die fßnfte Frau, WDR
⢠2001: Mittsommermord, WDR
⢠2002: Der gewissenlose MÜrder Hasse Karlsson enthßllt die entsetzliche Wahrheit, wie die Frau ßber der Eisenbahnbrßcke zu Tode gekommen ist, NDR
⢠2002: Zeit im Dunkeln, NDR
⢠2003: Die Rßckkehr des Tanzlehrers, WDR
Auszeichnungen
⢠1991: Nils-Holgersson-Plakette
⢠1991: Schwedischer Krimipreis (National) fßr MÜrdare utan ansikte (MÜrder ohne Gesicht)
⢠1992: Skandinavischer Krimipreis fßr MÜrdare utan ansikte (MÜrder ohne Gesicht)
⢠1993: Deutscher Jugendliteraturpreis fßr das Kinderbuch Der Hund, der unterwegs zu einem Stern war
⢠1995: Schwedischer Krimipreis (National) fßr Villospür (Die falsche Fährte)
⢠1996: Astrid-Lindgren-Preis
⢠1996: Expressens Heffaklump fßr Pojken som sov med snÜ i sin säng
⢠1996: Romanpreis des Schwedischen Radios fßr Comedia infantil (Der Chronist der Winde)
⢠1996: BMF-Plakette
⢠1998: August-Preis (Kinder- und Jugendbuch) fßr Resan till världens ände
⢠1998: Finnischer Krimipreis (International) fĂźr die âKommissar-Wallander-Reiheâ
⢠1999: Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis fßr Das Geheimnis des Feuers
⢠1999: Deutscher Krimi Preis (International â 2. Platz) fĂźr Die fĂźnfte Frau
⢠2000: Prix Mystère de la critique fßr Villospür (Die falsche Fährte)
⢠2001: Gold Dagger fßr: Sidetracked (Die falsche Fährte)
⢠2001: Corine fßr Mittsommermord
⢠2001: Deutscher Krimi Preis (International â 3. Platz) fĂźr Mittsommermord
⢠2003: Deutscher Bßcherpreis (Publikumspreis) fßr Die Rßckkehr des Tanzlehrers
⢠2005: Gumshoe Awards (Best European Crime Novel) fßr The Return of the Dancing Master (Die Rßckkehr des Tanzlehrers)
⢠2005: Crimezone Thriller Award (Bester internationaler Thriller) fßr Die Rßckkehr des Tanzlehrers
⢠2008: Goldene Feder fßr sein literarisches Werk
⢠2008: Corine fßr sein HÜrbuch Der Chinese
⢠2008: Ripper Award Europäischer Preis fßr Kriminalliteratur
⢠2009: Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Hauptpreis) fßr sein Afrika-Werk
⢠2010: Crimezone Thriller Award (Bester internationaler Thriller) fßr Der Feind im Schatten
Literatur
⢠Rainer Sens: Dem Kommissar auf der Spur. Stein, Welver 2003, ISBN 3-89392-532-5 (Outdoorhandbuch, Band 132; Der Weg ist das Ziel).
⢠Henning Heske: Die Globalisierung des Verbrechens. Ăber die Kriminalromane von Henning Mankell. In: ders. (Hrsg.): Fausts Phiole. Ăber Poesie und Wissenschaft. Bernstein, Bonn 2006, ISBN 3-9809762-3-8.
⢠Kevin Keijo Kutani: Der Kriminalroman als Medium fßr (allgemeine) Gesellschaftskritik: Am Beispiel des schwedischen Autors Henning Mankell. Diplomica Verlag, Hamburg 2014, ISBN 978-3-8428-9526-3.
⢠Kirsten Jacobsen: Mankell Ăźber Mankell. Kurt Wallander und der Zustand der Welt. Zsolnay, Wien 2013, ISBN 978-3-552-05640-4 (Biografie mit zahlreichen SchwarzweiĂ-Fotos).
Weblinks
Wikiquote: Henning Mankell
â Zitate
Commons
: Henning Mankell
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Henning Mankell im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Henning Mankell bei IMDb
⢠Henning Mankells ehemalige Website (Memento vom 23. Oktober 2015 im Internet Archive)
⢠Biografie in einem dtv-Special
⢠Henning Mankell bei Skandinavische-Krimis.com
⢠Tobias Gohlis: Ein anständiger Mensch. ZEIT Online, 31. Januar 2008
⢠Andrea Klasen: 3. Februar 1948 - Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell wird geboren WDR ZeitZeichen vom 3. Februar 2023. (Podcast, verfßgbar bis 3. Februar 2099.)
Rezensionen
⢠krimi-couch.de zu seinen Krimis
⢠Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Henning Mankell bei Perlentaucher
⢠schwedenkrimi.de zu seinen Krimis
Interviews
⢠Henning Mankell: âIch hatte einen Traum vom Ende der Menschheitâ (FAZ, 20. Oktober 2006)
⢠Henning Mankell: âIch mag keine Serienkillerâ (kaindlstorfer.at, Abdruck: Tagesanzeiger, ZĂźrich 15. März 2000)
Einzelnachweise
cite-note-22. â âIch muss etwas zurĂźckgebenâ â Mankell verschenkt Hof. n-tv.de.
cite-note-33. â Roman Bucheli: Der Schriftsteller Henning Mankell gestorben. In: Neue ZĂźrcher Zeitung, 5. Oktober 2015; abgerufen am 5. Oktober 2015.
cite-note-44. â knerger.de: Das Grab von Henning Mankell.
cite-note-dsm1-55. â Lars Ă
ke Augustsson, Stig HansĂŠn: De svenska maoisterna. LindelĂśw, GĂśteborg 2001, ISBN 91-88144-48-8, S. 162.
cite-note-nzz-66. â Andreas Breitenstein: Ein blinder Passagier. Neue ZĂźrcher Zeitung, 9. Juni 2010, archiviert vom Original am 12. Juni 2010; abgerufen am 14. Juni 2010.
cite-note-77. â Reinhard Mohr: Augenzeuge Mankell Ăźber Gaza-Vorfall: âDie Israelis hätten auf die Schiffsschrauben zielen kĂśnnenâ. Spiegel Online, 3. Juni 2010.
cite-note-88. â Henryk M. Broder: Es geht um Israel. Welt Online, 19. September 2009.
cite-note-99. â Martin Ebel: Starautor auf geentertem Gaza-Schiff. In: tagesanzeiger.ch. 31. Mai 2010, abgerufen am 5. Oktober 2015.
cite-note-welt-7904363-1010. â Henning Mankell: "Ich bin kein nĂźtzlicher Idiot" - WELT. Abgerufen am 20. Januar 2023.
cite-note-1111. â Starautor Mankell in israelischen Händen. Abgerufen am 20. Januar 2023.
cite-note-1212. â âVi har inte hĂśrt av honomâ. 31. Mai 2010, abgerufen am 20. Januar 2023 (schwedisch).
cite-note-srekot-1313. â Cecilia UddĂŠn: Fem svenskar pĂĽ fartygskonvojen mĂĽr bra. In: Ekot. 31. Mai 2010 (Online).
cite-note-1414. â Robert Booth, Kate Connolly, Tom Phillips, Helena Smith: Gaza flotilla raid: âWe heard gunfire â then our ship turned into lake of bloodâ. In: The Guardian. 2. Juni 2010 (Online).
cite-note-1515. â https://www.literaturcafe.de/mein-herz-schlaegt-in-afrika-eine-reise-mit-henning-mankell/
cite-note-1616. â Philipp Stendebach: Die Kritiker: ÂŤMein Herz schlägt in AfrikaÂť â. In: quotenmeter.de. 26. April 2009, abgerufen am 9. März 2024.
cite-note-1717. â Bundespräsident KĂśhler Ăźberreicht Friedenspreis an Henning Mankell. Neue OsnabrĂźcker Zeitung, 18. September 2009, abgerufen am 13. Oktober 2015.
cite-note-1818. â Afrika ist voller Schmetterlinge (Memento vom 20. April 2014 im Internet Archive) Bundesregierung, Laudatio von Bundespräsident Horst KĂśhler auf Henning Mankell zur Verleihung des Erich Maria Remarque-Friedenspreises am 18. September 2009 in OsnabrĂźck.
cite-note-1919. â FĂźrs Afrika-Projekt â Mankell spendet fĂźr Schlingensiefs Oper Berliner Zeitung, 21. September 2009.
cite-note-201. G. SeeĂlen: Einsamkeit und Klassenkampf, in: Die Zeit Nr. 32, 2. August 2018, S. 39.
cite-note-dnb-butterfly-blues-212. vgl. Katalogeintrag Butterfly Blues: ein TheaterstĂźck von Henning Mankell, aus dem Englischen von Claudia Romeder-Szevera. Abgerufen am 20. Juni 2012.
cite-note-2222. â daserste.de.
cite-note-ndr-festdesnordens-2323. â Tatort: Borowski und das Fest des Nordens. (PDF) Abgerufen am 14. Oktober 2017.
cite-note-2424. â https://web.archive.org/web/20120610060700/http://www.henningmankell.com/Theatre/Plays
cite-note-2525. â Christa RoĂmann: Literaturkritik zu Butterfly Blues. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 3. April 2005; abgerufen am 20. Juni 2012.
cite-note-2626. â facebook.com.